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St. Cäcilia

In Pesch war nachweislich schon im 1.Jh. ein Heiligtum, das bis ins 4.Jh. zu einer Tempelanlage ausgebaut worden ist. Die Matronen Vacalinehae wurden hier verehrt. 500 Jahre später ist Besitz der Abtei Prüm nachgewiesen. Doch über eine christliche Kirche ist nichts berichtet. Am 25. September 1698 wurde Pesch eine Kapellengemeinde. Die Kapelle soll damals schon über 200 Jahre alt gewesen sein; im 30jährigen Krieg muß sie zerstört worden sein, denn am 1. Mai 1688 genehmigte das Kölner Generalvikariat eine Sammlung zur Wiederherstellung der Kapelle in Pesch, Pfarre Zingsheim. 1798 stiftete Franz Hieronymus von Wymar, Herr zu Pesch, Kapital für einen "Frühmesser" an dieser Kapelle. 1794 erhielt diese Kapelle die Rechte einer Pfarrkirche im Eifeldekanat. Erster Pfarrer war Theodor Schauenberg 1794-1803. 1804-1825 war Pesch Sukkursalpfarre im Kanton Gemünd des Bistums Aachen. 1827-1957 zählte die Pfarre zum Dekanat Steinfeld, 1957 zum Dekanat Mechernich und von 1973 an wieder zum Dekanat Steinfeld.

Pfarrer:

Anton Werth (1930-1940), Hermann Rütten (1940-1946), Alfons Neuenhofer (1946-1952), Wilhelm Goffart (1952-1969), P. Andreas Stoffels SMA (1969-1980), Albert Hoß (1980-1985), Johannes Henn (1985-1988), Gerd Mitzscherling (1988-1992), P.Gerard Rottink CSSR (seit 1992). Kirchenbücher von 1794.

Bauten:

Pfarrkirche zur hl. Märtyrerin Cäcilia

Die um 1688 wiederhergestellte, angeblich aus Anfang des 15. Jhs. stammende Kirche war durch ihre Lage oberhalb des Dorfes oft reparaturbedürftig, so dass die Gemeinde an einen Neubau dachte und der Kommunalbaumeister Christian Wilhelm Ulich 1840 einen Plan dazu einreichte; er hatte 1835 sich um das Pfarrhaus und dessen Ökonomiegebäude bemüht. 1845/46 wurde die Kirche im Tal gebaut und am 10. August 1867 geweiht. Die alte Kirche wurde abgebrochen; nur die Sakristei aus 1767 blieb als Friedhofskapelle erhalten. Der letzte Krieg hat die Kirche verschont.
Bruchsteinsaalbau, drei Fensterachsen, Tonnengewölbe, hinter Triumphbogen eingezogener Chor aus fünf Seiten des Achtecks, in Fortsetzung der Längsachse nach Osten angebaute Sakristei, vorgebauter Westturm. 95 Sitz- und 70 Stehplätze.

Glocken: b aus 1852, Georg Claren, Sieglar; des aus 1923, Petit-& Edelbrock, Gescher; es aus 1958, Mark, Brockseid. - Orgel: 8 Register, mechanische Traktur, aus 1875; Müller, Rehlingen. - Hochaltar, Holz, aus 18. Jh. - Seitenaltäre, Wandaltäre, Holz, aus 18. Jh. - Kanzel, Holz, auf sechseckigem Grundriß, 18. Jh. - Figuren, Holz: hl. Cäcilia, hl. Sylvester, (2. Patron der Kirche).
Pfarrhaus aus 1902, 1980 renoviert.
Pfarrheim aus 1959, erweitert 1986, Architekt Willi Schick, Kall.
Anschrift: Kath. Kirchengemeinde, St. Cäcilia, Pesch, Jakob-Kneip-Str. 29, 53947 Nettersheim, Tel.: 02484/1469, Kostenstelle: 0815610
Pfarre mit 393 Katholiken HWS, 18 NWS, Zahl der Nichtkatholiken unbekannt.

In der Pfarre
Priv. Altenheim Peschhütte, Auf der Jücht 17.

Schrifttum
W. Sage, Nachgrabung in der „Basilika" des Heidentempels bei Pesch ..., in: BJ 164, 1964, S. 288-296.