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St. Matthias Der Ort war wahrscheinlich schon zur Römerzeit besiedelt. Seit wann hier eine christliche Gemeinde besteht, ist unbekannt. Die Quirinuskapelle gehörte zur Pfarre Keldenich. Der Pastor zu Keldenich hatte auch die Kapelle "Suetenich“ zu bedienen. 1536 war es Symon Buff, der einmal in der Woche hier die hl. Messe feierte; gepredigt wurde nicht. Auch 1676 wurde nur einmal wöchentlich in der Kapelle zelebriert. Als man das "französische" Bistum Aachen 1806 neu organisierte, wurde Sötenich als Annexkapelle von Keldenich bestätigt. Im 19. Jh. ist der hl. Apostel Matthias Kapellenpatron. 1875 erhielt der Seelsorgebezirk eigene Vermögensverwaltung, das Recht der Taufspendung 1899, und von 1914 an hat die Kapelle auch Trau- und Beerdigungsrecht. 1922 machte der Erzbischof eine Eingabe an die Regierung, Sötenich zur Pfarre erheben zu können und gleichzeitig den links der Urft liegenden Ortsteil, der zur Pfarre Kall gehörte, zusammen mit Rinnen, Pfarre Sistig, zu einer Pfarre zu vereinen. Weil jedoch die Gemeinde die Gelder zum Unterhalt von Pfarrer und Kirche nicht aufbringen konnte, da die Erwerbstätigen meist im Bergwerk beschäftigt gewesen und inzwischen mehr und mehr arbeitslos geworden waren, lehnte die Regierung ab. Der zu Kall gehörende Ortsteil kam am 17. März 1926 zum Rektorat Sötenich. Am 23. Januar 1972 wurde Sötenich St. Matthias Pfarre im Dekanat Steinfeld; gleichzeitig kam Rinnen von Sistig an die neue Pfarre. Pfarrbezirk: Pfarrkirche zum hl. Apostel MatthiasVon der im 16. Jh. genannten Kapelle ließ man 1872 nur den Chor stehen. Daran baute man ein neues Schiff mit Westturm. Am 6. Februar 1945 wurde die Kapelle bei einem Luftangriff vollständig zerstört. Am 31. Juli 1951 wurde der Grundstein einer neuen Kirche gelegt. Zum Neubau wurde heimisches Baumaterial verwendet. Die Pläne waren von Alfons Leitl, Trier. Am 24. September 1953 wurde sie geweiht. Zweiter Pfarrpatron ist der hl. Hermann-Josef. Einschiffige Halle in Sötenicher Kalkstein, Satteldach, innen Holzverkleidung, schmaler Chor in voller Höhe des Schiffes, außen dreiseitig und innen rundgeschlossen, vierzehn rundbogige Fenster in der Westwand; nördlich anschließend Turm über quadratischem Grundriss, in seinem Erdgeschoss die Taufkapelle; weiter nach Osten Sakristei und Totenraum. 224 Sitz- und 100 Stehplätze. Stahlglocken: e' cis fis gis h aus 1967, Bochumer Verein. - Orgel: 7 (?) Register, elektrische Traktur, aus 1954, Orgelbau Bach, Aachen. - Altar, Sötenicher Kalkstein, Br. 260, T. 120, H. 100 cm, aus 1953, Steinmetzmeister Hannig. - Taufstein, wie vor, Durchm. 100 cm;H. 100 cm; - Gabelkreuz mit Kruzifixus, Bronze, H. 170 cm, aus 1969, Theo Akkermann. - Glasgemälde, 2 Fenster im Altarraum, aus 1960, Hermann Berressem, Müddersheim, Ausf. Fa: A.Stein. Kapelle zum hl. Erzengel Michael in RinnenDie Bewohner des Dorfes gründeten am 15. Oktober 1933 den Michaelsbauverein e. V., der mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Sistiger Ortspfarrers Berens einen Bauplatz, Baumaterial und Geldmittel für eine eigene Kapelle beschaffte, weil der Weg zur Pfarrkirche in Sistig zu beschwerlich war. Den Plan für die Kapelle entwarf Willy Weyres. 1938 konnte das Gotteshaus benediziert werden. Das Eigentum wurde der Kirchengemeinde übertragen. Bruchsteinbau mit rundgeschlossenem Altarraum, der Obergaden innen in sichtbarem Fachwerk, offener Dachstuhl. 130 Sitz- und 200 Stehplätze. "Hungerkreuz" am Aufgang zur Kirche, 1817 nach einer Hungersnot errichtet. Pfarrhaus aus 1961, Architekt Jansen. Pfarrheim, zweiflügelig, 15 x 16,59 u. 15 x 10,47 m, Architekt Schick, Kall. |
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