Impuls zum 4. Sonntag der Osterzeit - (C)

Augen und Hände 202205 (c) pixabay
Augen und Hände 202205
Datum:
Fr. 6. Mai 2022
Von:
ejo

Die Erde ist voll von der Huld des Herrn. Durch das Werk des Herrn wurden die Himmel geschaffen. Halleluja! Ps 33,5-6

Kennen

erkennen

wieder erkennen

 

am Ton der Stimme

an der Zuneigung

am vertrauensvollen Umgang

 

auf mich zu

mit mir mit

zu ihm hin

 

Ich, Gott, gebe ihnen ewiges Leben.

Ich, Gott, leite sie.

Sie sind bei mir.

 

Gebet

Guter Gott voll Vertrauen hören wir auf deine Stimme. Aus den vielen Stimmen, die an unser Ohr dringen, hören wir deine heraus. Lass uns erkennen, dass wir deinem Wort trauen und folgen können. Ermutige uns, unser Leben aus deiner Botschaft heraus zu gestalten. So bekennen wir uns  zu dir, der du mit deinem Sohn, unseren Bruder und Herr, im Heiligen Geist lebst und wirkst durch Zeit und Ewigkeit.

 

Segen

Segen empfangen wir durch Gott, den Vater, der uns in seinen Händen hält.

Segen empfangen wir durch Gott, den Sohn, der uns als guter Hirte vorangeht.

Segen empfangen wir durch Gott, den Heiligen, der uns mit Lebenskraft und Freude erfüllt.

 

Predigt Impuls

Mich beeindruckt es immer wieder, welche Nähe zwischen HirtIn  und Schaf sichtbar wird. In der Eifel darf ich es öfters beobachten. Der Ruf (die Stimme) weckt die ganze Aufmerksamkeit des Tieres. Von Geburt an ist die HirtIn ein treuer und sorgsamer Begleiter. Es ist ein schönes und ausdrucksvolles Bild für das Verhältnis von Gott zu uns Menschen. Doch ich muss entdecken, dass dieses Bild in unserer Kirche einseitig verstanden wird. Der Hirte (Pastor?, ...) läuft voran und alle folgen ihm. Doch ist das wirklich so? Nach meinen Beobachtung ist es eher Wechselspiel: die  HirtIn geht voran, aber auch immer wieder das Schaf selbst. Es scheint so, als hätten sie ein Gespür dafür entwickelt, wer an welchem Zeitpunkt die Führung übernimmt. Auf Augenhöhe will Gott mit uns sein. Wir dürfen ihm vertrauensvoll folgen,  genauso will Gott, dass wir unser Leben selbst in die Hand nehmen.  In einem franziskanischen Impuls wurde es so ausgedrückt: „Die Kirche hat den Auftrag, die Menschen zu führen, dass sie zu sich selber finden.“ Ein beeindruckender Satz, der uns da vorgelegt wird. Gott führt uns Menschen dazu, auf eigenen Beinen zu stehen. Seine Stimme ermutigt uns.