Impuls zum 5. Sonntag der Osterzeit - (C)

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Datum:
Mi. 11. Mai 2022
Von:
ejo

Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht. Ps 98, 1-2

Herrlich ist das

und der Herr

zeigt über sein Reich.

Herrlich ist das

und Jesus, der Herr,

und zeigt auf die Menschen.

Herrlich ist das

und wir Menschen schauen

auf das Herz,

das Gott uns geschenkt hat

und in dem er wohnt.

 

Gebet:

Herrlicher Gott, wir loben dich und danken dir, weil du in deinem Sohn anders Herr und herrlich bist als die Welt, die sich selbst verherrlicht. Lass uns deine Herrlichkeit sehen, Tag für Tag und in jedem Menschen, in dem du wohnst.

 

Segen:

Gottes Herrlichkeit wohne in deinem Herzen.

Sie mache dich offen,

die Herrlichkeit seiner Schöpfung zu sehen

und die Herrlichkeit der Welt zu hinterfragen.

Gott sei dein Herr,

damit deine Herrlichkeit seine Liebe ist.

Und so segne dich und mich und die Welt

Gott mit seiner Herrlichkeit.

 

(Predigt-)Impuls

Hoppla Gott, das mit deiner Herrlichkeit habe ich mir anders vorgestellt. Du meinst doch nicht etwa, dass das deine Herrlichkeit ist, die du da gerade deinem Sohn zumutest. Du weißt doch sicherlich, dass er seinem Kreuzestod entgegengeht. Und das ist alles andere als herrlich, sondern zutiefst brutal und unmenschlich. Du bist doch kein Sadist. Oder habe ich da wieder etwas falsch verstanden? Also ganz klar: für mich ist Herrlichkeit in deiner wunderbaren Schöpfung; in Menschen, die reich sind; in großen Auftritten und so. Haben wir uns da verstanden? Mir scheint, dass das wieder einmal nicht der Fall ist. Ach so, du meinst, ich wäre ja Christ und damit wäre ich von vorneherein etwas ver-rückt? Aber alles hat bitte schön seine Grenzen. Und außerdem weißt du ganz genau, dass es ein riesengroßes Reich der sogenannten katholischen Herrscher und das christlich-römische Reich deutscher Nation gegeben hat. Das waren noch Zeiten! Auch nicht in deinem Sinne? Also gut, dann erkläre es mir. Verherrlichung meinst du, kann man sich nicht nehmen? O.k., das könnte ich mir noch vorstellen, aber groß und prächtig muss das Ganze doch sein. Prächtig ja, groß ja, aber anders? Wie denn? Also du meinst, dass nur ein liebender Mensch wirklich zur Herrlichkeit bereit ist? Irgendwie schon, denn ohne die Offenheit der Liebe würde ein Mensch sehr wahrscheinlich gar nicht sehen, was wirklich herrlich ist. Und Herrlichkeit weist immer über  die Erde hinaus in einen wie auch immer vorgestellten Himmel? Irgendwie kapiere ich das auch. Also ist die Herrlichkeit, die du meinst, etwas, was uns Weite und Zukunft eröffnet, so wie Jesus auferweckt wurde? Ich glaube, du hast mich überzeugt. Das ist ja wie wenn ich irgendwo sitze und zum Beispiel über die Natur staune oder mich an einer Begegnung mit einem Menschen erfreue. Dann sage ich auch: herrlich und spüre gleichzeitig dass da etwas ist, was viel mehr ist als nur die wunderbare Blüte oder das gute Wort. Ach so, und so bist du in Jesus und willst du in jedem Menschen sein? Das ist ja einfach nur herrlich!