Impuls zum fünften Sonntag der österlichen Bußzeit (C) 2022

Folterwerkzeug20220402 (c) ejo
Folterwerkzeug20220402
Datum:
Mi. 30. März 2022
Von:
ejo

Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen, denn du bist mein starker Gott. - Ps 43, 1-3

klein

klein machen

niedrig

erniedrigen

 

der Schrei wird laut

nach Gegenwehr

nach Widerstand

nach Kampf

 

Jesus bückt sich

neigt sich hinab

zum Schuldigen

zum Erniedrigtem

 

schaut

nehmt wahr

erkennt

was ist euer (Anteil)

 

öffne

dein Herz

deinen Mund

deine Hand

 

Gott

richtet uns

zu sich auf

 

Gebet

Erbarmender Gott, unsere Welt, unser Leben ist immer wieder bestimmt von erniedrigendem, verletzendem, klein machendem Verhalten. Führe uns weg von diesem Tun, das Menschen um ihre Lebensmöglichkeit bringt. Ermutige uns zu einer aufrichtenden und damit Leben schenkenden Haltung. Lass deine aufrichtenden Geist unter uns stark und lebendig werden. So  rufen wir zu dir, der du in Jesus und dem Heiligen Geist uns deine Liebe zeigst.

 

Segen

Gesegnet seist du

in deinen Schritten der Achtsamkeit

die dich immer dich selbst werden lassen

 

Gesegnet seist du

in deiner Aufmerksamkeit

aus deiner Mitte heraus

mitzugestalten an einer lebenswerteren Welt

 

Gesegnet seist du

im Verbinden von Himmel und Erde

indem du in dir selber

das Helle und Dunkle verbindest

 

Gesegnet seist du

im Weitertragen der Sehnsucht

die dich jeden Tag

den Geschenkcharakter des Lebens erfahren lässt

 

Gesegnet seist du

im Sorge tragen für dein Leben

um vermehrt auch für andere aufstehen zu können

darin erfährst du Gottes Wegbegleitung

jeden Augenblick deines Daseins    

(Pierre Stutz, Weihnachten – unserer Sehsucht folgen)

 

Predigt Impuls

Die Würfel sind gefallen, dass Urteil ist gefällt. Doch für einen nicht! Jesus hält denen, die so selbstherrlich die Frau richten wollen den Spiegel vor. Diese Geschichte bricht das Machtgehabe, hinter der sich die Gedankenwelt der Schriftgelehrten und Pharisäer verbirgt, auseinander.  Die Botschaft Gottes  ermächtigt keinen, sich über den anderen zu erheben. Jesus beugt sich zu der Frau herab, stellt sich mit ihr auf eine Stufe. Er wird angreifbar und wehrlos wie die Frau. Das, was für die Schriftlehrer und Pharisäer so klar und sicher ist, wird fraglich. Bestrafen und Vernichten (das Leben der Frau) ist nicht nach den Gebote und schon gar nicht im Sinne Gottes. Jesus richtet auf, will zu Leben aufhelfen. Dazu beugt sich Gott hinunter zu uns Menschen. Ist auf gleicher Ebene mit uns, um uns aufzurichten, zu dem zu erheben was seines ist. Gott ist Liebhaber des Lebens.