Orgelvesper in der Basilika Steinfeld

Hürholz & Dopfer 20220501 (c) mpW
Hürholz & Dopfer 20220501
Datum:
Mo. 25. Apr. 2022
Von:
Michael Pützer

Einladung zur nächsten Orgelvesper in der Basilika Steinfeld am 1. Mai um 16.00 Uhr.

Am 1. Mai spielen um 16.00 Uhr Frau Prof. Margareta Hürholz & Dr. Roland Dopfer auf der Balthasar König Orgel in der Basilika Steinfeld. Dazu herzliche Einladung. Der Eintritt ist frei(willig)

Vita:

Margareta Hürholz studierte von 1970 bis 1978 Orgel und Klavier an der Kölner Musikhochschule und Kirchenmusik in München. Zu ihren Lehrern gehörten Peter Neumann, Karin Merle, Carlo Zecchi, Pierre Sancan.
Die junge Organistin wurde 1974 Stipendiatin der Studienstiftung, gewann 1976 den Deutschen Musikwettbewerb, 1977 den Bachpreis der Stadt Wiesbaden und wurde 1979 Preisträgerin der Internationalen Orgelwoche Nürnberg. 1978 - 80 ergänzte sie ihre künstlerische Ausbildung durch ein zweijähriges Studium bei Marie-Claire Alain in Paris sowie durch Meisterkurse bei Ton Koopman, Daniel Roth und Luigi F. Tagliavini. Das Pariser Studium schloss sie ab mit dem „Premier Prix de virtuosité à l’unanimité du jury“ und einem Konzert in Notre-Dame.
Ihre Konzerte führten Margareta Hürholz durch Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Skandinavien, Polen, Russland, Japan und Korea, Südamerika und Mexiko.
Von 1997 bis 2020 war sie Professorin für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Die Organistin widmet sich mit gleicher Begeisterung der Alten Musik wie zeitgenössischen Werken. Ihr Repertoire umfasst Werke von Bach, Buxtehude, Sweelinck, Frescobaldi, Scarlatti, Mozart, Franck, Widor, Duruflé, Messiaen, Ligeti, Florentz, Scelsi, Hölszky und anderen. Große Bekanntheit erreichten ihre Duos mit Markus Stockhausen.
Margareta Hürholz ist als Jurorin im In- und Ausland gefragt. Seit 2012 spielt sie zusammen mit Roland Dopfer Duo-Konzerte zu vier Händen.
Als Kustodin der Ahrend-Orgel in der Fronleichnamskirche der Ursulinen gründete Margareta Hürholz 2003 die Reihe der jährlich stattfindenden „Maikonzerte Köln“, in denen neben den Dozenten und Studierenden der Musikhochschule u.a. Michel Chapuis, L. F. Tagliavini, Gustav Leonhardt, Jacques van Oortmerssen, Guy Bovet, Matthias Havinga, Wolfgang Zehrer, Pieter van Dijk und Christoph Bossert als Gäste auftraten.


Roland Dopfer wurde im Allgäu geboren. Er studierte Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf und erhielt im A-Examen für sein Orgelspiel eine besondere Auszeichnung. Diplomstudiengänge in den Fächern Orgel und Cembalo führten ihn an die Hochschule für Musik und Tanz Köln. Zu seinen Lehrern gehörten die Organisten Margareta Hürholz, Martha Schuster und der Cembalist Gerald Hambitzer. Nach einem Studium in der Solistenklasse von Christoph Bossert an der Musikhochschule Trossingen legte Dopfer sein Konzertexamen im Fach Orgel ab. Ein Promotionsstudium zum Dr. phil. führte Roland Dopfer an die Bergische Universität Wuppertal zu Hans-Joachim Erwe und Thomas Erlach.

Von 2005 bis 2013 war er Kirchenmusiker des Erzbistums Köln mit Dienstsitz an der Basilika St. Laurentius in Wuppertal, in den Jahren 2012 und 2013 Lehrbeauftragter für Orgel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, von 2013 bis 2018 Dozent und Professor für die Fächer Alte Musik Orgel, Basso continuo, Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation an der Hochschule für Künste Bremen sowie Organist der Bremer Innenstadtkirche zu Unser Lieben Frauen.

Seit 2016 ist Roland Dopfer Dozent für das künstlerische Hauptfach Orgel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, seit 2018 zusätzlich Musikpädagoge und Musiktherapeut einer psychotherapeutischen Institution im Kanton Zürich sowie seit 2020 Organist der Evang.-ref. Kirche Beringen im Kanton Schaffhausen.

Als Organist, Cembalist und Kammermusiker konzertierte er in Mexiko, den USA, dem Oman, in Spanien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland und gibt Kurse in den Bereichen Interpretation, Continuopraxis und Improvisation. Mit seiner Duopartnerin Margareta Hürholz widmet er sich seit 2012 der vierhändigen Orgelliteratur und konzertiert vornehmlich auf historischen Orgeln. Zahlreiche CD-Aufnahmen entstanden für das Label ORGANUM CLASSICS sowie Fernsehproduktionen u. a. für ARD, ZDF und WDR (Deutschland), IKON (Niederlande) sowie SHF (Schweiz).

Programm

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Praeludium – Fuga – Air 

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
aus dem 6. Pariser Quartett 
Modéré 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Brandenburgisches Konzert No. 1 F-Dur   BWV 1046
Allegro 
Adagio 
Allegro
Menuetto – Trio I – Polacca – Trio II

Joseph Haydn (1732-1809)
aus der Symphonie No. 103
II. Andante più tosto allegretto 

Emanuel Schönfelder (1810-1875)
Vorspiel und Fuge zu vier Händen
Mit vollem Werke