Passionspiele in Oberammergau - Reisebericht

Oberammergau 2022 Gruppe (c) ejo
Oberammergau 2022 Gruppe
Datum:
Di. 6. Sep. 2022
Von:
ejo

„Spirituelle Wanderwoche im Werdenfelser Land mit Besuch der Passionsspiele in Oberammergau“

Reisen beginnt mit dem Packen. Das erfuhren die TeilnehmerInnen dieser Reise schon sehr früh. Da wir den Gepäcktransport mit zwei Erdgasautos durchführten, ging nicht alles mit, was einer sonst noch so gerne alles eingepackt hätte. Beschränkung war angesagt. Mit reichlich Weihwasser und zahlreichen guten Wünschen ging es dann am Mittwoch, dem 24. August in Richtung Werdenfelser Land. Allen Unkenrufen zum Spott kam die Gruppe mit der Deutschen Bahn pünktlich am höchstgelegenen ICE-Bahnhof in Klais an. Da wartete schon das Team des Alpenhofs mit einem leckeren Grillabend auf. So gestärkt wagten wir am nächsten Morgen eine Wanderung zum zeitweiligen Zentrum der Macht, dem Treffpunkt des G7-Gipfels, nach Schloss Elmau. Doch die Alpen wären nicht die Alpen, wenn sie uns mit ihren Bergseen und Schluchten nicht minder beeindruckt hätten. Der folgende Tag stand unter den Symbolen von Blut und Wasser. Vorbei an einer Kreuzigungsgruppe, von der man große Teile des Soiren-, Karwendel- und Wettersteingebirges übersehen konnte, ging es über den „großen Wasserfall“ – der durch die auch in den Alpen relativ geringen Niederschläge zu einem „kleinen Wasserfall“  gewroden war - zum Walchensee, wo sich einige mutig in das türkisblaue Wasser wagten. Samstag dann der lang ersehnte Höhepunkt der Reise: die Passionsspiele in Oberammergau! Wo sollen wir anfangen? Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der unterschiedlichen Hilfs- und Ordnungsdienste, die die Einheimischen leisten; die Atmosphäre im Passionstheater; das unglaublich engagierte Spiel der Laiendarsteller*innen; die markanten Texte; die berührende Musik; die beeindruckenden „lebenden Bilder“. Wir könnten die Liste und die persönlichen Eindrücke über viele Seiten hinweg fortsetzen. Uns bleiben viele unterschiedliche und persönlich tiefe Erfahrungen, die nicht in Worte zu fassen sind. So ein Tag will nachklingen. Und so war der Sonntag nach der Eucharistiefeier ein Tag der Erholung und des Segens, der in Form von Regen auf uns herab kam. Montags rief dann der Almbus bei strahlendem Wetter zu einer zwar anstrengenden, aber an Naturerlebnissen reichen Wanderung zur Krüner Alm, auf der wir herzlich aufgenommen wurden. Weiter ging es dann noch zu den Almböden rund um die Wallgauer Alm. Zum Abschlussgottesdienst hieß es am nächsten Morgen früh aufstehen: nach einer kleinen Wanderung feierten wir um 7.30 Uhr an der Kapelle „Maria Rast“ den Gott, der sich mit Leidenschaft für uns einsetzt. So etwas macht Appetit auf ein ausführliches Frühstück. Danach noch einmal die Aussichten genießen, reflektieren und die Seele baumeln lassen. Erfüllt mit ganz vielen Eindrücken und heil kehrte die Gruppe dann am darauffolgenden Mittwochabend nach Kall zurück.

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