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Liebe Leserinnen und Leser,
nahezu alle von Ihnen werden sich noch an die Katastrophe vom Juli 2021 erinnern als viele Landstriche in unserer Region von verheerenden Wassermassen überflutet worden sind. Und nun in diesem Jahr haben Sie genau das Umgekehrte erlebt; viel zu wenig Wasser und damit verbunden eine große Anzahl von Wald- und Vegetationsbränden, die viel Land verwüstet haben, Menschen und Tiere in Gefahr gebracht oder sogar Leben vernichtet haben. Die Ernte fiel aufgrund der Trockenheit in vielen Landesteilen deutlich schlechter aus als sonst.
Alles schreit nun nach der Politik, die dafür sorgen soll, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen. Aber schiebt man mit diesem Schrei die Verantwortung nicht von sich selber weg und macht es sich damit etwas zu leicht? Hat nicht jede/jeder von uns die Pflicht und den Auftrag, verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen? Es sind doch viele kleine Dinge, die ein großes Ganzes ergeben. Gehen Sie doch einmal in sich und überlegen selber, was Sie zum Erhalt einer intakten Umwelt tun können. Es sind doch meist wirklich einfache Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. z. B. gewissenhafte Abfallsortierung, verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln, kurze Wege nicht mit dem Auto zurücklegen, Rauchen - wenn denn überhaupt- nur da, wo keine Brandgefahr besteht, sparsamer Umgang mit Wasser ….
Halten Sie es in Zukunft doch ein wenig wie Franz von Assisi, der sich in die Natur eingebunden fühlt und mit ihr einen geschwisterlichen Umgang pflegte. Er ist der Patron der Ökologie und des Umweltschutzes. Sein Fest am 4. Oktober fällt dieses Jahr passenderweise zusammen mit dem Erntedankfest.
Herzliche Grüße
Stefan Hönig
Küster an der Basilika Steinfeld