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Zentralpfarrbrief 202412 (c) mpw
Alle Personen, die für ihre Texte, Bilder und persönliche Daten der Veröffentlichung im jeweiligen Pfarrbrief zugestimmt haben, übertragen diese Zustimmung auch auf die Veröffentlichung mittels der Homepage des Pastoralen Raumes Heiliger Hermann Josef Steinfeld. Darüber wurden Sie bei der Bestellung, bzw bei der Anmeldung informiert!
Die Redaktion

Zentralpfarrbrief der G 14

 
St. Antonius, Dottel - Scheven
St. Barbara, Krekel
St. Cäcilia, Pesch
St. Dionysius, Keldenich
St. Gertrud, Bouderath
St. Laurentius, Marmagen
St. Lambertus, Tondorf
St. Margareta, Frohngau
St. Martinus, Nettersheim
St. Matthias, Sötenich
St. Nikolaus, Kall
St. Peter, Zingsheim
St. Potentinus, Steinfeld
St. Stephanus, Sistig
 

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VORWORT

Liebe Mitglieder unserer Pfarrgemeinden,
liebe Besucherinnen und Besucher unserer Kirchen,
 
Herbstzeit ist Pilgerzeit! Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, zieht es viele Menschen zu den kleineren und größeren Wallfahrtsorten in der Eifel. In den kommenden Wochen machen sich Gruppen aus Frohngau, Buir, Sistig und Holzmülheim auf den Weg zum Michelsberg. Nettersheim und Krekel pilgern nach Barweiler – Krekel in diesem Jahr zum 300. mal! Die Sötenicher Matthiasbruderschaft läuft nach Trier, ebenso wie eine Gruppe Jugendlicher aus Kall. Eine Gruppe aus Keldenich zieht nach Heimbach.
 
Neben diesen Pilgergruppen machen sich viele auch „privat“ auf den Weg, laufen allein oder mit Freunden, setzen sich aufs Fahrrad … Nicht zuletzt ziehen auch die Ahekapelle und die Basilika Steinfeld mit dem Grab des hl. Hermann Josef immer wieder Menschen an.
 
Kommt man an solchen Wallfahrtsorten mit Menschen ins Gespräch, hört man zwei Sätze sehr oft. „Das hat gutgetan!“, sagen viele, wenn sie ankommen – müde, verschwitzt und geschafft, aber oft mit einem gewissen Leuchten in den Augen. „Das hat gutgetan.“
 
Ein zweiter Satz, den ich z.B. in Heimbach oft gehört habe: „Man kriegt noch mal so richtig den Kopf frei!“ Die vielen Stunden, die man gehend unterwegs ist, betend, in Stille, im Gespräch – die können auch innerlich etwas in Bewegung bringen. Gedanken sortieren sich; manches rückt in den Hintergrund, was einen sonst in Beschlag nimmt; anderes kommt hoch, was man sonst wegdrängt …
 
Das lateinische Wort für Pilgern, peregrenatio, bedeutet wörtlich: „in die Fremde ziehen“. Auch wenn unsere Wallfahrtsorte in der Eifel den meisten nicht wirklich „fremd“ sind, so ist die Wallfahrt doch ein (zumindest kurzes) Ausbrechen aus dem Vertrauten und Alltäglichen.
 
Interessanterweise kennt die Bibel verschiedene Orte der Gottesbegegnung. Das kann zu Hause sein, ganz unspektakulär in den eigenen vier Wänden. „Wenn du betest, geh in deine Kammer und schließ die Tür“, sagt Jesus. Niemand muss eine Wallfahrt machen, um Gott „anderswo“ zu finden – ist Er doch immer schon da.
 
Und dennoch ist es manchmal so, dass uns ein Ortswechsel neu für die Begegnung mit Gott öffnen kann. So erzählt die Heilige Schrift von vielen Menschen, die gerade unterwegs oder in der Fremde Gott begegnen: Abraham auf seinem Weg ins verheißene Land; Hagar und Mose in der Wüste, in die beide fliehen mussten; Jesus, der zum Beten gern auf einen Berg stieg …
 
Wenn es für Sie passt, sind Sie herzlich eingeladen, sich in diesem Herbst auf eine solche Pilger-Zeit einzulassen. Termine und Ansprechpartner für die Wallfahrten in unserem Pastoralen Raum finden Sie auf unserer Homepage oder auch in dieser Ausgabe des Pfarrbriefs.
Ob Sie sich einer Gruppe anschließen oder lieber allein auf den Weg machen – ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit, die „guttut“, „den Kopf frei macht“ und etwas ahnen lässt von Gott, der immer mit uns auf dem Weg ist.
 
Alice Toporowsky, Pastoralreferentin