Impuls zum dritten Sonntag in der Fastenzeit (A) 2026

Bild 3. Sonntag in der Fastenzeit 2026 A (c) ejo
Bild 3. Sonntag in der Fastenzeit 2026 A
Datum:
Mo. 9. März 2026
Von:
ejo

Wort Gottes, des Herrn; Ich werde euch beweisen, dass ich heilig bin. Ich sammle euch aus allen Ländern. Ich gieße reines Wasser über euch, damit ihr rein werdet, und gebe euch einen neuen Geist. Ez 36,22-26

Impuls zum dritten Sonntag in der Fastenzeit

 

Transsubstantiation

Realpräsenz

 

oder

 

irdisches Brot wird Himmelsbrot

Du bist da, mitten unter uns

 

kein Theologengeschwätz

sondern Erfahrung des Glaubens

 

reale Präsenz auf Erden

 

Gebet

Gott, der du in Jesus den Himmel auf die Erde gebracht hast, dir danken wir. Du bist es, der sich uns in irdischen Zeichen zeigt und uns den Himmel eröffnet. Lass uns so glauben, damit du in unserer Welt erfahrbar wirst.

 

Segen

Gott segne dich mit dem Wasser aus dem Felsen,

damit du seine himmlische Fülle erfährst.

Gott segne dich mit dem Wasser des Brunnens,

damit  dein Glaube Tiefe gewinnt.

Gott segne dich mit dem Wasser aus der Wunde Jesu,

damit du dich im tiefsten Leid vom Himmel umfangen weißt.

Gott segne dich mit den Gaben der Erde,

dass sie dir zu Himmelsgaben werden.

 

(Predigt-)Impuls

Ach lieber Johannes, wohin driftet dein Evangelium wieder ab: Theologie, die keiner mehr versteht. Du brauchst Bilder der Erde und dann fängt deine Gedankenspirale an. Glaubst du wirklich, dass Jesus so geschwollen mit der einfachen Samariterin gesprochen hat? Ich verstehe das auf jeden Fall nicht mehr. Dazu reicht mein bisschen Theologie, das ich studiert habe nun wirklich nicht aus. Irgendwie finde ich faszinierend was du da schreibst und andererseits rauscht es an mir vorbei, wird wie ein Gebirgsbach, den ich letztlich doch nie zu fassen vermag. Ach, du meinst, das sei Absicht, sonst wäre Gott nicht Gott. Sonst wäre Gott eher der kleine Hausgott, den sich die heidnischen Völker aufgestellt haben. Aber halt, dann ist ja meine „Stille Ecke“ oder der „Herrgottswinkel“ auch so etwas. Da protestiere ich ganz energisch. Mir hilft diese besondere Ecke in meiner Wohnung mich im Alltag an Gott zu erinnern. Alleine schon, wenn ich daran vorbeigehe kommt mir oft ein kleines Gebet in die Gedanken. Ich bin nun eben Mensch, kein Philosoph wie du sie kanntest, sondern einfach nur ein Mensch, der tagtäglich versucht zu glauben. Und weißt du, wie herzzerreißend gerade die Eifler ihren Glauben ausdrücken können? Sie strahlen, wenn du ihnen in schwerer Krankheit die Kommunion reichen darfst und sagen: „Jetzt kütt d‘r Herrjott in ming Händche!“ Oder die dementkranke Frau im Altenheim bei der Kreuzverehrung, die liebevoll über den Korpus streichelt und sagt: „Du bist mich ne Jode!“ Da wird für mich der Glaube geerdet und rührt mich an. Das schafft kein theologisches Buch. Und dann fühle ich mich wie am Brunnen, weil ich dann aus dem Glauben anderer schöpfen darf. Aber ich will dich ja auch nicht ganz verreißen. Das tun wir heute oft viel zu viel. Du schenkst uns in deinem Evangelium ja auch diese wunderbaren „Ich-bin-Worte“, in denen Jesus für uns ganz greifbar wird und uns doch eine neue Perspektive, eine himmlische Perspektive aufzeigt. Vielleicht ist es genau das, was mich bis heute immer noch an deinem Evangelium fasziniert, warum ich dir trotz allem so gerne zuhöre. Du verbindest mit deinen Worten Himmel und Erde. Und das ist ja der tiefe Glaube, an dem ich, aus dem wir alle leben dürfen. Gott verbindet in Jesus in Freud und Leid Himmel und Erde. So, das war jetzt für mich wie ein kräftiger Schluck Wasser aus dem Glaubensbrunnen.