Impuls zum fünften Ostersonntag 2026 (A)

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Bild 5. Ostersonntag A 2026
Datum:
Mo. 13. Apr. 2026
Von:
Michael Pützer

So spricht der Herr: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Halleluja! Joh 14,6

Impuls zum 5. Sonntag der Osterzeit
 
Was? Ich?
Das geht doch nicht!
Das kann ich nicht!
Und außerdem und sowieso!
Doch! Du!
Warum?
Weil du glaubst
aber nicht an dich.
Darum.
Weil du an mich glaubst.
 
Gebet
Gott, das mit dem Glauben ist bei uns so eine Sache. Dabei hast du ihn uns schon ins Herz gelegt. Hilf uns, dass wir auf unser Herz hören und uns trauen, weil du uns vertraust.
 
Segen
Gott segne dein Tun,
dass es aus seiner Kraft sei.
Gott segne deinen Glauben,
dass er aus ihm sei.
Gott segne deinen Mut,
dass er dich ermutige zum Tun in seinem Namen.
 
(Predigt-)Impuls:
Es sind fast die schönsten Erlebnisse in meinem Berufsalltag, zu sehen wie Menschen über sich hinauswachsen können. Da ist ein Kind, das sagt: „Das kann ich nicht. Das will ich nicht.“ Und mit ein paar ermutigenden Worten gibt es sich öfters dann doch an die gestellte Aufgabe. Ein schwer an Demenz erkrankter Mensch, von denen die anderen sagen, dass er oder sie sowieso nichts mehr mitkriegen, überrascht nach einer ermutigenden Ansprache mit seinem oder ihrem Talent. Und ich spüre, wie viel selbst in dieser schweren Erkrankung noch möglich ist. Für mich ist es dann so ähnlich wie in den letzten Versen des heutigen Evangeliums. „Wer an mich glaubt wird die Werke, die ich vollbringe auch vollbringen“ Upps, das ist schon eine Ansage und erst recht die danach: „Und er wird noch größere Werke vollbringen.“
Jetzt ist ja alles klar. Nach der Meinung von Jesus bin ich eben Superwoman oder Superman. Dann mal los. Ich kann ja alles. Ich bin eben super. Oder habe ich da vielleicht eine Kleinigkeit überlesen? Es geht gar nicht um mein übersteigertes Selbstvertrauen? Es geht um den Glauben? Ja wie denn? Was denn? Nicht einfach mal loslegen und die Welt retten und ein bisschen Erlöser oder Erlöserin spielen? Das wird heute mal wieder kompliziert.
Wer an mich glaubt! Es geht also nur in zweiter Reihe um mich? So ein Ärger! Und ich hatte mir das schon so schön ausgemalt vor dem Bundespräsidenten zu stehen und das Bundesverdienstkreuz am Bande zu erhalten. Macht sich ja auch irgendwann ganz gut in der Todesanzeige.
Also noch mal auf Start. Es geht um den Glauben an den Auferstandenen. Nur aus seiner Kraft und mit seiner Zusage kann etwas gelingen. Denn selbst die Talente, die ich mitbekommen habe, sind letztlich ihm zu verdanken. Und dann kann das Wunder geschehen, ohne viel Tamtam, ohne viel Brimborium und Zauberspruch. Dann kommt das Wunder, das Jesus in allen Menschen lebt und ihnen sein Leben schenkt, aus dem sie handeln können, in seinem Namen.
Und wir Eifler müssten das doch ganz gut wissen: Die Menschen, die Schmerzen und Brand nehmen können, das sind nicht die Superhelden, sondern ganz einfache, gläubige Mitchristen, die bereit sind, sich in den heilenden Dienst Gottes zu stellen.
So und anders dürfen wir in Gottes Namen sein Heil wirken, weil er uns den Glauben schenkt.
Das ist der Kreislauf des göttlichen Lebens: Ein Geschenk wird zum Geschenk, Gottes Glaube an mich wird zu meinem Glauben an ihn.